Der Touring Club Schweiz (TCS) hat Kundinnen und Kunden über einen Datenvorfall im genutzten Buchungssystem Camping.Care informiert. Betroffen seien rund 15.000 Gäste, teilte der TCS dem SRF‑Konsumentenmagazin Espresso mit. Ursache des Vorfalls sei die weltweite Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP gewesen.
Welche Daten geraubt wurden — und welche nicht
Nach Angaben des TCS konnten Betrüger Kunden‑ und Buchungsinformationen entwenden. Sensible Zahlungsdaten seien dagegen nicht betroffen: Kontoangaben und IBAN blieben nach TCS‑Angaben unversehrt. Außerdem würden im Buchungssystem keine Kreditkartendaten gespeichert, schreibt TCS Camping in seiner Information an die Betroffenen.
„Sensible Daten wie Kontoangaben und IBAN waren nicht betroffen.“
Das Zitat stammt von Marco Wölfli, Mediensprecher des TCS, der gegenüber Espresso die Lage erläuterte.
Warnung vor Betrugsnachrichten
Im direkten Kundenkontakt seien betrügerische Whatsapp‑Nachrichten gemeldet worden, so der TCS. Die Nachrichten griffen demnach konkrete Informationen aus Reservationsdaten auf, beispielsweise Namen, Telefonnummern und Reservationsnummern. Der TCS weist ausdrücklich darauf hin, dass er keine automatisierten Buchungsdetails, Zahlungsaufforderungen oder Links zu Reservierungen per Whatsapp versende.
- Betroffene Plattform: Camping.Care
- Betroffene Nutzer: ~15.000 Gäste laut TCS
- Gestohlene Daten: Kundendaten und Buchungsinformationen
- Nicht betroffen: Kontoangaben, IBAN, Kreditkartendaten (laut TCS)
Maßnahmen
Der TCS teilt mit, die Sicherheitslücke sei zwischenzeitlich geschlossen worden. Gleichzeitig warnt die Organisation ihre Kundschaft präventiv vor möglichen Phishing‑ und Betrugsversuchen, die auf den entwendeten Buchungsdaten basieren können.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Anbieter des Buchungssystems | Camping.Care |
| Anzahl betroffener Gäste | 15.000 |
| Betroffene Daten | Kunden‑ und Buchungsinformationen |
| Nicht betroffen | Kontoangaben, IBAN; Kreditkartendaten werden nicht gespeichert |
| Quelle | TCS gegenüber Espresso / SRF (27.10.2026) |
Der TCS empfiehlt Betroffenen, misstrauische Nachrichten, insbesondere Aufforderungen zur Zahlung oder Links per Whatsapp, nicht zu öffnen und verdächtige Nachrichten zu löschen.