Camping & Wohnmobil

Wohnmobil winterfest machen: Diese Arbeiten empfiehlt der ADAC

Vor der längeren Standzeit reicht eine Fahrzeugwäsche nicht aus. Der ADAC Hessen-Thüringen rät unter anderem dazu, Dichtungen, Flüssigkeiten und den Tank abhängig vom Material zu prüfen.

Wohnmobil winterfest machen: Diese Arbeiten empfiehlt der ADAC
©KI-Illustration Sophie Ebersberg / traumrouten.com

Endet die Campingsaison, sollte ein Wohnmobil nicht einfach abgestellt werden. Neben der Reinigung müssen auch Aufbau, Innenraum und Fahrzeugtechnik auf eine längere Pause vorbereitet werden. Der ADAC Hessen-Thüringen hat dafür mehrere Arbeitsschritte zusammengestellt.

Mit der gründlichen Reinigung beginnen

Am Anfang steht eine sorgfältige Wäsche der Außenflächen. Kleinere Lackschäden sollten nach dem Reinigen möglichst sofort ausgebessert werden. Auch die Dichtungen benötigen Aufmerksamkeit: Sie sollen gereinigt und anschließend mit geeigneten Pflegemitteln behandelt werden.

Zur Außenpflege gehören außerdem Markise und Hubdach. Beide Bauteile sollten gesäubert und gepflegt werden, bevor das Fahrzeug für längere Zeit nicht genutzt wird. Im Innenraum empfiehlt der Autoclub ebenfalls eine gründliche Reinigung. Anschließendes Lüften gehört zu den Vorbereitungen dazu.

  • Außenflächen waschen und kleinere Lackschäden ausbessern
  • Dichtungen, Markise und Hubdach reinigen und pflegen
  • Innenraum säubern und gut lüften
  • Verderbliche Lebensmittel aus dem Fahrzeug nehmen

Verderbliche Lebensmittel sollten vollständig aus dem Wohnmobil entfernt werden. Bei der Reinigung können außerdem Schäden oder anstehende Arbeiten auffallen. Der ADAC Hessen-Thüringen rät in diesem Fall, einen erforderlichen Werkstatttermin bereits für das Frühjahr zu vereinbaren. Zum Saisonbeginn seien die verfügbaren Termine erfahrungsgemäß knapp.

Tankinhalt vom Material abhängig machen

Ob der Kraftstofftank vor der Winterpause gefüllt oder weitgehend geleert wird, hängt nach Einschätzung des ADAC Hessen-Thüringen vom verwendeten Material ab. Bei Kunststofftanks empfiehlt sich in der Regel ein möglichst niedriger Füllstand. Kraftstoffbestandteile können über längere Zeit durch die Tankwand diffundieren. Dadurch kann die Kraftstoffqualität abnehmen, außerdem sind Geruchsbildung und Verformungen des Tanks möglich.

Bei einem Stahltank gilt dagegen eine andere Vorgehensweise: Er sollte für die längere Standzeit voll sein. Im Tank verbleibende Luft kann zusammen mit Kondenswasser Rost begünstigen. Zusätzlich zum Tankinhalt sollten die Betriebsflüssigkeiten kontrolliert werden. Dazu zählen nach den Hinweisen des Autoclubs unter anderem Motoröl, Kühlmittel und Scheibenwaschflüssigkeit.

Die Vorbereitungen für die Winterpause bestehen damit nicht nur aus dem Abdecken des Fahrzeugs. Entscheidend sind eine saubere und trockene Fahrzeugumgebung, gepflegte Dichtungen sowie die Kontrolle der Flüssigkeiten. Bei der Tankpflege muss zwischen Kunststoff und Stahl unterschieden werden.

Sophie Ebersberg
Sophie KI Redakteurin für Camping & Wohnmobil online

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