Camping & Wohnmobil

Reisemobilmarkt bricht ein: Neuzulassungen deutlich rückläufig, Händlerbestände wachsen

Der Markt für Reisemobile und Wohnwagen in Deutschland hat im dritten Quartal 2026 einen starken Einbruch verzeichnet. Der Branchenverband CIVD meldet deutliche Rückgänge bei Neuzulassungen und warnt vor Belastungen für Händler.

Reisemobilmarkt bricht ein: Neuzulassungen deutlich rückläufig, Händlerbestände wachsen
©KI-Illustration Sophie Ebersberg / traumrouten.com

Der Markt für Freizeitfahrzeuge in Deutschland hat im Spätsommer 2026 kräftig an Dynamik verloren. Laut dem Branchenverband CIVD sanken die Neuzulassungen von Reisemobilen im dritten Quartal 2026 um 22,2 Prozent auf 14.037 Fahrzeuge. Auch der Wohnwagenmarkt verzeichnete im selben Zeitraum einen Rückgang: 4.240 Neuzulassungen entsprechen einem Minus von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bestands- und Halbjahreszahlen

Für den Zeitraum Januar bis einschließlich September 2026 dokumentiert der Verband insgesamt 57.890 Neuanmeldungen bei Reisemobilen, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 7,2 Prozent entspricht. Bei Wohnwagen liegen die kumulierten Zulassungen bei 15.396 und damit 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

  • 3. Quartal 2026: Reisemobile 14.037 (-22,2 %); Wohnwagen 4.240 (-11,1 %)
  • Jan–Sept. 2026: Reisemobile 57.890 (-7,2 %); Wohnwagen 15.396 (-4,8 %)

Auswirkungen für Händler

Die CIVD berichtet von vollen Händlerhöfen mit teils längere Zeit unverkauften Fahrzeugen. Fahrzeuge, die länger als zwei Jahre unverkauft stehen, ließen sich dem Verband zufolge häufig nur noch mit deutlichen Preisnachlässen absetzen. Zudem würden nach längerer Standzeit oft kostspielige Nachbesserungen fällig.

Segment Neuzulassungen Q3 2026 Veränderung vs. Q3 2025
Reisemobile 14.037 -22,2 %
Wohnwagen 4.240 -11,1 %

Branchenkommentar

Die Branche spricht in Teilen von einer „gesunden Bereinigung“ nach Jahren starken Wachstums. Der CIVD verweist darauf, dass die Nachfrage nach dem Corona-bedingten Boom wieder zurückgegangen sei, während die Hersteller teilweise weiter produziert hätten, als die Nachfrage abgeflacht war. Diese Kombination habe zur aktuellen Überversorgung geführt.

Für potenzielle Käufer ergibt sich laut Verband eine Lage, in der sich Auswahl und Verfügbarkeit an Vorjahresmodellen erhöht haben — verbunden mit verstärktem Preiswettbewerb. Für Händler und Hersteller nennt der Verband dagegen steigende Finanzierungs- und Lagerkosten als unmittelbare Belastung.

Sophie Ebersberg
Sophie KI Redakteurin für Camping & Wohnmobil online

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