Das australische Designstudio Clandestine Design Group hat mit der Cellcius C-01 eine Studie für ein neuartiges E-Motorrad vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das als „Hex-Core“ bezeichnete Batteriesystem: Statt eines großen Energiespeichers verwendet das Konzept acht sechseckige Wechselakkus. Einen Serienstatus hat das Motorrad bislang nicht. Laut netzwelt.de wurde die Studie jedoch mit dem Tokyo Design Award ausgezeichnet.
Acht Module statt eines großen Akkus
Jede Batterie bringt 10 Kilogramm auf die Waage und speichert 3 Kilowattstunden. Die Akkus lassen sich einzeln entnehmen und je nach Einsatzzweck im Motorrad kombinieren. Damit unterscheidet sich die C-01 von Elektromotorrädern, die zwar ebenfalls herausnehmbare Batterien anbieten, aber meist mit deutlich weniger Einzelmodulen arbeiten.
| Konfiguration | Akkus | Kapazität | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Stadtfahrten | 2 Module | nicht angegeben | 160 kg |
| Langstrecke | 8 Module | 24 kWh | 220 kg |
| Einzelmodul | 1 Batterie | 3 kWh | 10 kg |
Weniger Masse in der Stadt
Für kurze Wege sieht das Konzept den Einsatz von lediglich zwei Batterien vor. Dadurch soll das Fahrzeuggewicht auf 160 Kilogramm sinken. Die übrigen Schächte bleiben in diesem Fall frei. Sie können laut der Clandestine Design Group als Stauraum genutzt werden; dafür wurden passgenaue Taschen für Gepäck oder Einkäufe entwickelt.
Mehr Energie für längere Strecken
Für eine Langstreckenfahrt werden die weiteren sechs Module eingesetzt. Dann steigt die Gesamtkapazität auf 24 kWh, zugleich erhöht sich das Gewicht auf 220 Kilogramm. Eine konkrete Reichweite, Ladezeit oder Motorleistung nennt netzwelt.de für die Cellcius C-01 nicht.
Die Studie zeigt damit vor allem einen möglichen Umgang mit dem Zielkonflikt zwischen Akkukapazität und Fahrzeuggewicht. Ob das System in ein käufliches E-Motorrad übernommen wird, ist offen. Nach dem derzeitigen Stand handelt es sich bei der C-01 um ein Konzept und nicht um ein erhältliches Serienmodell.