Auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen sind Vignette und Maut grundsätzlich verpflichtend. Das gilt unter anderem für Pkw, Motorräder und leichte Wohnmobile bis 3,5 Tonnen. Nach Angaben der ASFINAG wurden im Jahr 2025 rund 670.000 Vignettenverstöße festgestellt.
Damit lag die Zahl der registrierten Delikte über dem Wert des Vorjahres. Für 2024 weist die österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) rund 540.000 Fälle aus. Darunter waren mehr als 130.000 Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen.
| Jahr | Festgestellte Vignettenverstöße in Österreich | Davon Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen |
|---|---|---|
| 2024 | rund 540.000 | über 130.000 |
| 2025 | circa 670.000 | mehr als 200.000 |
Für die österreichische Gebührenpflicht unterscheidet die ASFINAG nach dem Fahrzeuggewicht:
- Pkw, Motorräder und leichte Wohnmobile bis 3,5 Tonnen: Vignette
- Lkw, Busse und schwere Wohnmobile über 3,5 Tonnen: kilometerabhängige GO-Maut
- Bestimmte Tunnel und Alpenquerungen: zusätzliche Streckenmaut, etwa am Brenner, an den Tauern oder an den Karawanken
Die Vignette ist in Österreich als Klebe- oder digitale Vignette erhältlich. Je nach gewähltem Produkt gilt sie für unterschiedliche Zeiträume, darunter zehn Tage, zwei Monate oder ein Jahr. Die Mautpflicht wird laut ASFINAG mit automatischen Kontrollkameras und mobilen Kontrollen durch die Mautaufsicht überwacht.
Wer in Österreich ohne gültige oder korrekt angebrachte Vignette unterwegs ist, muss mit einer Ersatzmaut oder einer Verwaltungsstrafe rechnen. Die Ersatzmaut ist dabei keine zusätzliche freiwillige Zahlungsoption, sondern dient dazu, ein Verwaltungsstrafverfahren abzuwenden. Die konkrete Ahndung hängt vom festgestellten Verstoß ab.
Die Angaben zu den Verstößen teilte Alexander Holzedl, Pressesprecher der ASFINAG, auf Anfrage der Allgäuer Zeitung mit. Für Reisende aus Deutschland bleibt damit vor der Fahrt zu prüfen, ob das Fahrzeug für die genutzte österreichische Autobahn oder Schnellstraße über die erforderliche Vignette verfügt und ob für die geplante Route zusätzlich eine Streckenmaut anfällt.