Kymco erweitert sein Rollerprogramm für das Modelljahr 2027 um den X-Tera 350i. Das neue Modell soll im wachsenden Segment der Adventure-Scooter gegen den Honda ADV 350i antreten. Der Preis liegt laut MOTORRAD bei 5.899 Euro.
Mehr Boden fürs Abenteuer
Im Vergleich zum bisherigen DT X 350i fällt die Fahrwerksausstattung des X-Tera 350i stärker auf Einsätze abseits asphaltierter Straßen aus. An der Front arbeitet eine Upside-down-Gabel mit 35 Millimetern Tauchrohrdurchmesser. Sie bietet 120 Millimeter Federweg und damit zehn Millimeter mehr als die konventionelle Telegabel des DT X.
| Merkmal | Kymco X-Tera 350i |
|---|---|
| Preis | 5.899 Euro |
| Vorderrad | 15 Zoll |
| Hinterrad | 14 Zoll |
| Federweg vorn | 120 Millimeter |
| Federweg hinten | 100 Millimeter |
Auch die Räder wachsen: Vorne rollt der Kymco auf 15 Zoll, hinten auf 14 Zoll. Die Straßenenduro-Reifen tragen die Dimensionen 120/70-15 vorn und 140/70-14 hinten. Beim DT X waren es 14 Zoll an der Vorder- und 13 Zoll an der Hinterachse.
Hinteres Federbein mit begrenztem Weg
Am Heck setzt Kymco weiterhin auf die vom DT X bekannte Triebsatzschwinge. Die beiden Federbeine lassen sich an der Federbasis verstellen, stellen aber lediglich 100 Millimeter Federweg bereit. Im direkten Vergleich kommt der Honda ADV 350i auf 130 Millimeter, der SYM ADX 300 auf 120 Millimeter.
MOTORRAD weist zudem auf die grundsätzlichen Nachteile einer konventionellen Triebsatzschwinge bei Geländefahrten hin. Durch die darin untergebrachte Antriebstechnik steigt die ungefederte Masse. Bei einem rahmenfest montierten Motor könnten Schwinge und Hinterradaufhängung leichter ausfallen und größere Federwege ermöglichen.
Bekannte Basis, neue Ausrichtung
Die Grundstruktur des X-Tera 350i besteht aus einem Stahlrohrrahmen mit verschraubter Kunststoffkarosserie. Motor und Antriebskonzept stammen aus der technischen Basis des DT X 350i. Ob die größeren Räder und die neue Vorderradgabel auf schlechten Wegen tatsächlich einen deutlichen Vorteil bringen, soll ein Fahrtest klären.