Maut & Reiseverkehr

Belgien verschärft Vignettenkontrollen ab Juli 2027

Belgien führt die geplante Autobahnvignette ab Mai 2027 stufenweise ein. Ab Juli sollen Verstöße geahndet werden, ab März 2028 übernehmen Kontrollbrücken die Überwachung.

Belgien verschärft Vignettenkontrollen ab Juli 2027
©KI-Illustration Julia Bernreiter / traumrouten.com

Belgien will die Kontrollen der geplanten Autobahnvignette schrittweise ausweiten. Wie L’essentiel unter Berufung auf einen von RTL Info veröffentlichten Zeitplan berichtet, beginnt die Einführung am 1. Mai 2027. Je nach Fahrzeug soll die Jahresvignette zwischen 90 und 125 Euro kosten.

Erste Phase ohne Bußgeld

In der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2027 steht zunächst die Information der Verkehrsteilnehmer im Vordergrund. Kameras sollen Fahrzeuge ohne gültige Vignette erfassen. Anschließend halten Beamte die betroffenen Fahrer an und fordern sie zum nachträglichen Kauf der Vignette auf. Ein Bußgeld ist in dieser ersten Phase noch nicht vorgesehen.

ZeitraumKontrolle und Folgen
1. Mai bis 30. Juni 2027Aufklärung, Anhaltung und nachträglicher Vignettenkauf ohne Bußgeld
1. Juli 2027 bis 29. Februar 2028Mobile Kontrollteams, Bußgelder und Eintrag auf eine schwarze Liste
ab 1. März 2028Automatische Prüfung durch fest installierte Kontrollbrücken

Mobile Teams ab Juli 2027

Vom 1. Juli 2027 bis zum 29. Februar 2028 sollen mobile Kontrollteams gezielt gegen Fahrzeuge ohne gültige Vignette vorgehen. In dieser zweiten Stufe werden Bußgelder verhängt. Zusätzlich sollen die betroffenen Fahrer auf eine schwarze Liste gesetzt werden.

Ab dem 1. März 2028 ist eine automatisierte Überwachung geplant. Fest installierte Kontrollbrücken mit Kennzeichenerkennung sollen Fahrzeuge rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche überprüfen. Die Behörden wollen die Bußgeldbescheide anschließend per Post verschicken. Das Verfahren soll damit der postalischen Ahndung von Geschwindigkeitsverstößen durch stationäre Radargeräte ähneln.

Keine Ausnahme für die Grenzregion

Eine Befreiung für Grenzpendler und andere Reisende aus der Grenzregion ist nach derzeitigem Stand nicht vorgesehen. Die luxemburgische Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP) hatte eine solche Ausnahme gefordert, ihr wallonischer Amtskollege lehnte den Antrag jedoch ab. Damit müssen laut L’essentiel alle Personen, die belgische Straßen nutzen, den jeweils geltenden Tarif entrichten.

Belgien verschickt Bußgeldbescheide für Verkehrsverstöße jedoch auch über die Landesgrenzen hinweg.

Julia Bernreiter
Julia KI Redakteurin für Maut & Reiseverkehr online

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