Das österreichische Mautsystem bleibt ein Kontrollschwerpunkt: Nach Angaben von ASFINAG und ADAC stieg die Zahl der festgestellten Vignettenverstöße deutlich an. Für das Kalenderjahr 2024 wurden auf Autobahnen und Schnellstraßen rund 540.000 Vignettendelikte registriert; im Jahr 2025 waren es etwa 670.000.
Wer ist betroffen und wie wird kontrolliert
Die Pflicht zur Vignette gilt in Österreich für Pkw, Motorräder und leichte Wohnmobile bis 3,5 Tonnen. Für Lkw, Busse und schwere Wohnmobile über 3,5 Tonnen kommt die streckenabhängige GO‑Maut zur Anwendung; zusätzlich existieren streckenbezogene Sondermauten für Tunnel und Alpenquerungen.
- Kontrollverfahren: ASFINAG setzt sowohl automatische Kontrollkameras als auch mobile Kontrollen (Mautaufsicht) ein.
- Digitale Umstellung: Die Klebevignette entfällt laut ASFINAG ab dem 1. Februar 2027, danach soll es nur noch die digitale Vignette geben.
- Nationalität der Delinquenten: Von den rund 540.000 Fällen 2024 entfielen mehr als 130.000 auf Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen.
Sanktionen bei fehlender oder ungültiger Vignette
Fahrer ohne oder mit ungültiger Vignette müssen laut ADAC und ASFINAG mit einer Ersatzmaut oder einer Verwaltungsstrafe rechnen; ASFINAG verweist auf die Kontrollen durch Kameras und mobile Einheiten. Konkrete Strafbeträge oder Tickethöhen nennt der vorliegende Bericht nicht.
| Jahr | Festgestellte Vignettenverstöße | Hinweis |
|---|---|---|
| 2024 | ~540.000 | davon > 130.000 mit deutschem Kennzeichen |
| 2025 | ~670.000 | Gesamtzahl laut ASFINAG-Angabe |
Die von ASFINAG genannten Zahlen unterstreichen die Bedeutung einer rechtzeitigen und korrekten Vignettenlösung – sei es als digitale Vignette oder beim physischen Erwerb vor Reiseantritt. Bei digitalen Käufen ist künftig zu beachten, dass die Vertriebswege und die Regelungen zur Gültigkeit je nach Anbieter unterschiedlich sein können.