Entscheidung nach bilateralen Gesprächen
Italien und Spanien haben die befristeten Grenzkontrollen zwischen den beiden Staaten beendet und die zuvor verhängte Aussetzung der Freizügigkeit im Schengen-Raum aufgehoben. Das meldet die Gießener Allgemeine am 23. Oktober 2026 unter Nennung von Fortunato Pinto in Kooperation mit Euronews. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums fiel die Entscheidung nach einer „sorgfältigen Analyse der Lage“ und einem Telefonat zwischen den Innenministern Matteo Piantedosi (Italien) und Fernando Grande-Marlaska (Spanien).
- Datum der Meldung: 23. Oktober 2026
- Initiatoren: Innenminister Italiens und Spaniens; vorheriges Treffen der Regierungschefs Giorgia Meloni und Pedro Sánchez am Rande des Europäischen Rates
- Betroffene Verkehrsarten: Flug- und Schiffsreisende zwischen beiden Ländern (Kontrollen waren an Häfen und Flughäfen angesetzt)
Beide Regierungen kündigten zugleich an, den Informationsaustausch auszubauen, um die Sicherheit im gemeinsamen europäischen Raum weiter zu gewährleisten. Das Innenministerium in Rom erklärte, die laufenden Aussetzungen würden nicht verlängert.
Hintergrund und zeitlicher Ablauf
Auslöser der Spannungen war eine Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta bereits im Juli 2026, als Tausende Menschen aus Marokko unerlaubt eingereist waren; viele kehrten innerhalb kurzer Zeit zurück. In der Folge hatten sowohl Spanien als auch Italien befristete Kontrollen eingeführt und verlängert. Die spanische Regierung hatte ihre Maßnahmen am 30. September 2026 mindestens bis zum 22. Oktober 2026 verlängert. Italien hatte Kontrollen in Häfen und Flughäfen für Reisende aus Spanien zunächst um sieben Tage verlängert und ein bilaterales Spitzentreffen zur Prüfung der Aufhebung angekündigt.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| Juli 2026 | Migrationsbewegung in Ceuta löst Spannungen aus |
| 30. September 2026 | Spanien verlängert Kontrollen mindestens bis 22. Oktober 2026 |
| 23. Oktober 2026 | Italien und Spanien beenden befristete Grenzkontrollen; Schengen-Aussetzung aufgehoben |
Während der Aussetzungszeit mussten Reisende auf Flug- und Schiffsverbindungen zwischen Spanien und Italien mit Kontrollen rechnen. Nach der Aufhebung sollen die Vorteile der Freizügigkeit im Schengen-Raum zwischen beiden Ländern wieder gelten. Medienberichten zufolge lebten viele Migranten während der Krise unter schwierigen Bedingungen im Freien.
Nach eigenen Angaben beabsichtigen beide Regierungen nun, den bilateralen Informationsaustausch zu verstärken, um künftige Sicherheitsfragen gemeinsam zu bewältigen.