Messreihe seit 1961 dokumentiert Erwärmung
Für den Gitterpunkt Kals am Großglockner (1.200 Meter Seehöhe) liegen nach Auswertung der SPARTACUS‑Daten von GeoSphere Austria lückenlose Tageswerte seit 1961 vor. Die Analyse zeigt einen klaren Erwärmungstrend: Die Jahresmitteltemperatur stieg von 4,5 °C in der Normalperiode 1961–1990 auf 5,9 °C in 1991–2020, ein Plus von 1,4 °C.
- Wärmstes Jahr der Reihe: 2024 mit 7,7 °C.
- Sommertage (≥ 25 °C): Anstieg von im Mittel 7,5 auf 15,9 Tage pro Jahr.
- Frosttage (Tiefstwert unter 0 °C): Rückgang von durchschnittlich 169,6 auf 149,2 Tagen pro Jahr.
- Eistage (Dauerfrost): Rückgang von 44,0 auf 33,2 Tagen pro Jahr.
- Schneedeckentage (≥ 1 cm): Mittelwert zuletzt 132,5 Tage pro Jahr (1991–2020), 28,4 Tage weniger als 1961–1990.
Die Datensätze nennen außerdem Klimarekorde für die Region: Die höchste registrierte Temperatur beträgt 31,3 °C (26.06.2019, Station Kals), die tiefste −24,0 °C (07.01.1985, Station Kals/Großdorf). Als größte Tagesregenmenge wird 94,8 mm am 05.12.2020 (Station Kals) angegeben.
Datenbasis und regionale Aussagekraft
Die SPARTACUS‑Analysen arbeiten auf einem 1‑Kilometer‑Gitter (SPARTACUS‑Gitterpunkt) und liefern laut GeoSphere Austria tägliche Werte für jeden Quadratkilometer Österreichs seit 1961. Für Kals am Großglockner ergeben sich daraus belastbare Zeitreihen zu Temperatur, Frost‑ und Schneetagen sowie Extremwerten.
| Messgröße | 1961–1990 | 1991–2020 |
|---|---|---|
| Jahresmitteltemperatur | 4,5 °C | 5,9 °C |
| Sommertage (≥ 25 °C) | 7,5 Tage | 15,9 Tage |
| Frosttage | 169,6 Tage | 149,2 Tage |
| Eistage | 44,0 Tage | 33,2 Tage |
| Schneedeckentage (Durchschnitt recent) | 160,9 Tage | 132,5 Tage |
Die Analyse macht den Klimawandel in dieser alpinen Messreihe messbar: Es werden mehr heiße Tage, weniger Frost‑ und Eistage sowie deutlich weniger Schneedeckentage registriert. GeoSphere Austria stellt die SPARTACUS‑Daten täglich aktualisiert bereit.