Die österreichische Bundesregierung hat ein Entlastungspaket für Bundesgebühren im Jahr 2027 vorgestellt und verzichtet demnach auf die jährliche Valorisierung zahlreicher amtlicher Dokumente. Reisepässe, Führerscheine, Personalausweise und Zulassungsscheine bleiben demnach 2027 auf dem bisherigen Kostenniveau; dagegen steigen die Tarife für die Autobahnvignette und das Klimaticket um moderat zwei Prozent.
Welche Kosten bleiben stabil — und welche steigen
Finanzminister Markus Marterbauer und Infrastrukturminister Peter Hanke präsentierten die Maßnahme als Teil eines Pakets unter dem Leitgedanken „Gebührenbremse bei Reisepass, Führerschein und Co“. Nach Angaben des Finanzministeriums ergibt sich daraus eine Entlastung gegenüber einer vollen Inflationsabgeltung von rund 25 Millionen Euro für die Bevölkerung.
- Reisepässe: Gebühr bleibt bei 112 Euro.
- Personalausweise: Neuausstellung weiterhin 91 Euro.
- Führerscheine: Behördliche Gebühr bleibt bei 90 Euro.
- Zulassungsscheine: Gebühr unverändert 178 Euro.
- Autobahnvignette und Klimaticket: Anhebung um 2 Prozent.
Weitere Dokumente wie Strafregisterbescheinigungen und gewerbliche Patente fallen ebenfalls unter die Verordnung zur Preisstabilität. Die Bundesregierung begründet die Maßnahme mit dem Ziel, die Belastung der Haushalte angesichts hoher Inflationsraten zu dämpfen.
„Leistbare Mobilität und Inflationsbekämpfung gehen Hand in Hand“, sagten Finanzminister Markus Marterbauer und Infrastrukturminister Peter Hanke.
Die Entscheidung bezieht sich auf Bundesgebühren, die dem österreichischen Gebührengesetz unterliegen.
| Dokument | Gebühr 2027 |
|---|---|
| Reisepass | 112 Euro |
| Personalausweis (Neuausstellung) | 91 Euro |
| Führerschein (behördliches Dokument) | 90 Euro |
| Zulassungsschein | 178 Euro |
Die Präsentation des Pakets erfolgte am 25. Oktober 2026. Konkrete rechtliche Schritte oder Verordnungstexte, die den Verzicht formell festschreiben, wurden in der Meldung nicht detailliert aufgeführt.