Die Marke Duesenberg steht für einige der aufwendigsten amerikanischen Automobile der Zwischenkriegszeit. Die Brüder Fred und August Duesenberg gründeten 1913 in Saint Paul ein Unternehmen für Renn‑ und Sportwagen und erzielten schnell internationale Erfolge: 1921 gewann ein Duesenberg den Großen Preis von Frankreich in Le Mans, dazu kamen drei Siege beim 500‑Meilen‑Rennen von Indianapolis.
Technische Pionierleistungen
Bereits der Model A von 1921 trug technische Neuerungen, er war laut Quelle der erste amerikanische Serienwagen mit hydraulischen Bremsen an allen vier Rädern. Damit setzte Duesenberg Maßstäbe in Sachen Brems‑ und Sicherheitsausstattung noch lange vor vielen Mitbewerbern.
- Gründungsjahr: 1913 (Fred und August Duesenberg, Saint Paul)
- Renn‑Erfolge: Sieg Großer Preis von Frankreich in Le Mans 1921; drei Siege beim Indianapolis 500
- Model A: 1921, erstes US‑Serienauto mit hydraulischen Bremsen an allen vier Rädern
Das Spitzenmodell Model J
1926 erwarb Errett Lobban Cord das Unternehmen und beauftragte Fred Duesenberg mit der Entwicklung des neuen Spitzenmodells. Das Ergebnis erschien 1928 als Model J: Ein Achtzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen, vier Ventilen je Zylinder und einer Leistung von 265 PS. Für die Karosserien arbeiteten renommierte Aufbaubetriebe wie Murphy, LeBaron, Rollston und Franay. Die reguläre Fertigung endete 1937.
| Modell | Jahr | Merkmale |
|---|---|---|
| Model A | 1921 | Hydraulische Bremsen an allen vier Rädern (serienmäßig) |
| Model J | 1928 | Achtzylinder, DOHC, 4 Ventile/Zylinder, 265 PS |
Duesenbergs Kombination aus Rennsportkompetenz, technischer Innovation und prestigeträchtigen Aufbauten machte die Marke zum Maßstab amerikanischer Oberklassewagen in den 1920er und 1930er Jahren. Die Fertigung wurde 1937 eingestellt; einzelne Fahrzeuge erzielen bis heute hohe Preise bei Auktionen. So wurde beispielsweise ein Model J Convertible Coupe by Murphy aus dem Baujahr 1929 bei einer Versteigerung von RM/Sotheby's in Monterey am 15. August 2024 verkauft.